Die Eltern, die Mädchen, das Haus und der Wald

Feuilleton | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

In dem japanisch-französischen Film „Yuki & Nina“ treiben Verlustängste die Protagonistinnen in eine fantastische Parallelwelt

Filmkritik: Michael Pekler

Yuki (Noë Sampy) und Nina (Arielle Moutel) haben sich viel zu erzählen. Auf dem Heimweg von der Schule verfolgt die Kamera die beiden Mädchen durch das Getümmel von Paris, die Köpfe der beiden Neunjährigen sind hinter den Schultaschen kaum auszumachen. Dennoch oder gerade deshalb strahlen sie Selbstsicherheit aus, bewegen sich zielstrebig und wissen, was man von ihnen erwartet.

Zum Beispiel sollen sie keine Krümel am Esstisch hinterlassen, wie Ninas Mutter die beiden zurechtweist. Ninas Eltern haben sich getrennt, der Vater lebt in einem Haus am Land, und Nina hat sich an seine Abwesenheit längst gewöhnt. Wenn die beiden Mädchen ihn später besuchen wollen, wird er wieder einmal nicht zuhause sein. Doch auch Yukis Eltern stehen vor der Trennung: Nach der Scheidung soll Yuki mit der Mutter nach Japan zurückkehren.

„Yuki &


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