Ein pralles Ding mit Nabel

Stadtleben | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Paradeiser wachsen auch im Blumentopf. Hier steht, wie man’s richtig macht

Gartenkolumne: Julia Kospach

Ihren Namen verdankt die Tomate, die ja eine Süd- beziehungsweise Mittelamerikanerin ist, den Azteken: Aus dem Wort xitomatl, das in etwa „pralles Ding mit Nabel“ bedeutet, was jedem sofort einleuchtet, wurde in anderen Sprachen Mittelamerikas tomatl und daraus schließlich das europäische „Tomate“, das aber erst ab dem 19. Jahrhundert in Gebrauch kam.

Davor hieß die Tomate Peruanischer Apfel, Liebesapfel oder Goldapfel. Von dort ist der Weg nicht weit bis zum ostösterreichischen Paradeiser, einer Bezeichnung, die – ähnlich dem deutschen Weißwurstäquator – eine Kulturgrenze diagonal durch Österreich zieht.

Bleiben wir also bei Paradeiser, schon allein damit das Wortspiel vom „Kaiser der Paradeiser“ funktioniert. Gemeint ist damit der Burgenländer Erich Stekovics, den der TV-Sender Arte für eine Dokumentation so nannte.

Auf seinen Frauenkirchner Feldern kultiviert


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