Fußball

Fall Gregoritsch: wenn der Vater mit dem Sohne

Stadtleben | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Der Kapfenberger Michael Gregoritsch hat mit seinem Tor gegen Austria Wien Fußballgeschichte geschrieben: Der Stürmer war noch nicht einmal 16 Jahre alt – und ist damit der jüngste Torschütze der österreichischen Bundesliga. Außerdem gehört der Bursche zu der gar nicht so seltenen Spezies von Kickern, die vom eigenen Papa trainiert werden. Obwohl das Rekordtor scheinbar dagegenspricht, ist das Vater-Sohn-Gespann in Fußballmannschaften problematisch. Auch wenn der Sohn objektiv gut spielt, lässt sich der subjektive Eindruck des Nepotismus nicht vermeiden. Meistens leiden beide darunter: Der Papa verliert an Autorität, der Bub gilt als Protektionskind. Aus gutem Grund dürfen Lehrer in der Schule nicht ihre eigenen Kinder unterrichten. Das sollte im Prinzip auch für Kicker gelten. Merke: Nicht für den Fußball, für das Leben lernen wir.


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