Basics

Grundkurs Kochen (73)

Stadtleben | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Wenn du hast, nimmst du Lauch – oder Porree, der geht auch

Alle reden über den Bärlauch, daher wir nicht auch noch. Wir lassen den Bären weg und entdecken auf dem Markt den Lauch. Porree, wie viele auch sagen (und noch mehr falsch aussprechen, indem sie das „e“ am Ende kurz betonen), zählt zur Gattung Allium in der Familie der Lauchgewächse (Alliaceae). So weit, so botanisch. Und was macht man mit Lauch? Erst einmal sauber. Wir schneiden das wurzelig-fransige Ende knapp weg; ebenso die oberen, tiefgrünen Blätter. Dann halbieren wir die Lauchstangen, damit wir zwischen jeder Blattlage unter fließendem Wasser gründlich saubermachen können – wer hat schon gerne Erde in seinem Essen! Nun schneiden wir die Stangen (pro Esser rechnen wir ein dickes Exemplar als Hauptmahlzeit) in ungefähr einen Zentimeter breite Stücke.

In einem Topf oder einer tiefen Pfanne erhitzen wir (Oliven-)Öl, geben die Lauchstücke dazu und braten sie ein wenig an. Rühren und aufpassen, dass nichts anbrennt. Wer mag, löscht mit einem kräftigen Spritzer Weißwein ab und gießt etwas Suppe nach. Das Lauchgemüse auf kleiner Flamme nicht zu weich kochen, wir machen schließlich keine Zwiebelsuppe.

Wer sein Essen lieber leichter hat, salzt und pfeffert an dieser Stelle nur noch und serviert das Gericht mit Reis. Man kann natürlich auch weniger Suppe verwenden und stattdessen Obers dazugeben. Einköcheln lassen (reduzieren), salzen, pfeffern und so weiter. Wer noch Ostereier übrig hat, serviert sie dazu. Geschält, im Gemüse aufgewärmt. cw


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