Volles Risiko

Steiermark | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Der steirische Hypo-Prozess offenbart den leichthändigen Umgang mit Verantwortung. Ein Gutachten belastet auch Vorstände, die nicht auf der Anklagebank sitzen

Gerichtsreportage: Donja Noormofidi, Gerlinde Pölsler

Warum R. sterben musste, lässt sich nicht mehr feststellen. Der Leasingmitarbeiter der steirischen Hypo-Tochter kommt 2001 von einer Dienstreise aus Kroatien nicht mehr zurück. Die Umstände sind mysteriös: R. ruft noch in Österreich an, er habe einen Unfall gehabt und werde sich verspäten. Er weiß nicht, dass für ihn schon Endstation ist. Wenig später wird er tot in seinem Wagen entdeckt, die Fahrerseite ist komplett eingedrückt. Die Akten zu seinem Tod, Polizeiaufzeichnungen und Totenschein, werden nie gefunden.

Doch um diesen Todesfall geht es nicht im vergangene Woche gestarteten Prozess um Leasing-Töchter der steirischen Landeshypothekenbank, dem größten Prozess, der heuer am Straflandesgericht Graz verhandelt wird. Es geht darin um den Verdacht auf Veruntreuung


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