Fragen Sie Frau Andrea

Ganz feine Klinge: Scharf, schärfer, Schor

Steiermark | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Andrea Maria Dusl beantwortet knifflige Fragen der Leserschaft

Liebe Frau Andrea,

die Messerklingen von edelstem Tafelsilber zeigen bei vielen Fabrikaten auf der nicht schneidenden Seite eine Abschrägung im Bereich der vorderen zwei Drittel auf – wozu, das konnte mir noch niemand beantworten, nicht einmal die solche Messer produzierende Firma Berndorf. Gibt es irgendeine funktionelle oder historische Erklärung für diese Besonderheit, beliebte z.B. Ludwig XVI. damit seine Butter aufs morgendliche Croissant zu schmieren?

Ergebenst Ihre Antwort erwartend verbleibe ich mit vorzüglicher Hochachtung,

Georg Sinzinger aus RedBullCity,

per Elektropost

Lieber Georg,

Louis Seize, der letzte König des Ancien Régime, wurde zwar von einem scharfen Messer (dem Fallbeil der Guillotine!) ins Jenseits befördert und hatte, nach allem, was wir wissen, auch allerbestes Essbesteck. Dass er mit seinem Tafelmesser Croissants mit Butter bestrich, ist allerdings schon deswegen unwahrscheinlich, weil diese, allen


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