Meinesgleichen

Mehr Wahnsinn: Dichand verliert gegen mich

Falter & Meinung | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Es musste so kommen. Hans Dichand, Herausgeber der Kronen Zeitung (Reichweite 40,4 Prozent) unterstützte Barbara Rosenkranz. Ich, Chefredakteur des Falter (Reichweite 1,4 Prozent), rief auf, Heinz Fischer zu wählen. Ich beließ es beim Aufruf, Hans Dichand setzte eine fesche kleine Kämpain drauf. Genützt hat’s nichts, und jetzt ist er böse. Redet von „Wählerstreik“ und davon, dass die EU „so sehr in unsere Rechte eingegriffen“ habe, „dass die Verfassung von ihr nicht mehr anerkannt wird“. Gut gesagt, aber hatten wir mit dieser EU denn gar nichts zu tun? Sind wir nicht aufgrund einer Kämpain des Herr Dichand einst beigetreten?

Egal. Jetzt haben wir diese Wahl, pardon, diesen Streik hinter uns. Aber, Herr Dichand, was ist wirklich davon zu halten?

„Nach diesem Ergebnis ist nichts notwendiger als eine Volkabstimmung, damit wir zeigen, dass das Recht bei uns in Österreich nach wie vor vom Volk ausgeht.“

Schon, aber was heißt das?

„Zwar wird Heinz Fischer weiter unser Bundespräsident bleiben…“

Danke, Herr Dichand!

„…aber eine Volksabstimmung, um ihn als Mann an erster Stelle im Staat zu bestätigen, wäre jetzt notwendig.“

Eine spontan von mir durchführte Volksbefragung zwecks Klärung, ob Heinz Fischer wirklich ein Mann sei, brachte eindeutige, wenn auch derbe Ergebnisse: „Schleich di, Nudlaug!“, war das Druckfähigste, was man mir auf der Straße beschied.

Quelle:

Kronen Zeitung vom 26. April, Seite 3


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