Kommentar

Popfest am Karlsplatz: hoffentlich mehr als nur ein rotes Wahlzuckerl

Kultur

Gerhard Stöger | Falter & Meinung | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Kommunikation ist nicht die größte Stärke der Wiener SPÖ. Als Bürgermeister Michael Häupl vor einem Jahr den Gratiskindergarten verkündete, sorgte das zuallererst für Verunsicherung unter Eltern und Betreuungspersonal. Eine Verunsicherung, die auch medial transportiert wurde – letztlich sogar stärker als die Tatsache, dass die weithin kostenfreie Kinderbetreuung eine gute, richtige und nicht zuletzt auch integrationspolitisch wichtige Sache ist.

Was das Popfest Wien (siehe auch Seite 22) mit dem Gratiskindergarten zu tun hat? Die gute Idee – und die schlechte Kommunikation. Vorgestellt wurde das von 6. bis 9. Mai stattfindende innerstädtische Musikfestival bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz Ende Jänner. Die Popfest-Meldung überraschte selbst zentrale Aktivisten jener jungen Musikszene, die hier erstmals konzentriert präsentiert werden sollte.

Durch sein ausgeprägtes Interesse am prosperierenden Wiener Popgeschehen ist das Rathaus bisher nämlich nicht aufgefallen.

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