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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Manchmal könnte man den Eindruck kriegen, die Kollegen in der Österreich-Redaktion haben es ziemlich lustig. Bei der Aschewolke zum Beispiel. Da haben sie sich wieder einmal ordentlich ausgetobt. Und die wissenschaftlich wichtige, wenn auch grammatikalisch nicht ganz richtige Frage „Ist Vulkan Vorbote des Weltuntergangs?“ gestellt. Die Antwort auf die Frage, weshalb die Wolke entstand, gibt es gleich zehnfach. Die Sterne könnten schuld sein. „Wenn wir das alles nicht in den Griff kriegen, kommt die Katastrophe“, zitiert das Blatt die Astrologin Gerda Rogers. Klingt irgendwie logisch. Noch besser ist die „Erfüllung von Sagen“-Theorie: „Es geht um Kämpfe zwischen Gut und Böse, Vulkan Eyjafjalla ist der Kampfplatz.“ Oder die Aliens sind schuld. Österreich entdeckte nämlich „UFO-Sichtungen rund um den Vulkan“ und weiß, „dass Aliens Vulkane als Landeplatz verwenden“. Freundlicher klingt da die „Gaia-Theorie“. Da raucht’s nämlich, weil die Erde krank ist und sich gerade selber heilt.


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