Technik

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Medien | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Mein Diktiergerät: Dir erzähle ich alles!

prüfbericht: thomas vaŠek

Es gibt wenige Gadgets, zu denen ich eine emotionale Beziehung habe. Die mich nachts nicht schlafen lassen. Denen ich intimste Dinge anvertraue. Nein, ich spreche nicht von meinem iPhone. Es geht um mein Diktiergerät. Ich erzähle ihm fast alles. Es ist quasi mein erweitertes Gehirn. Immer wieder packt mich die Angst, dass es mich plötzlich im Stich lassen könnte. Gelöschte 3-Stunden-Interviews geistern durch meine Journalistenalbträume.

Umso glücklicher bin ich darüber, wie rasant sich die Technik weiterentwickelt hat. Dank Flash-Speichertechnologie haben Diktiergeräte heute eine Aufnahmekapazität von hunderten Stunden.

Mein Lieblingshersteller ist Olympus. Eine preisgünstige Lösung ist etwa das VN-5500 mit einer Aufnahmekapazität von 220 Stunden (etwa 50 Euro bei Amazon). Teurere Geräte wie das WS-550 M (170 Euro) oder das WS-331M (179 Euro) haben in erster Linie noch mehr Aufnahmekapazität (540 bis 550 Stunden), mehr Aussteuerungs-Funktionen für den Ton, und sie können die gängigen Dateiformate WMA, MP3 und WAV abspielen. Allerdings: telefonieren, Mails schreiben, im Web surfen oder zocken kann man auch mit den High-End-Diktiergeräten nicht. Und das ist gut so!

Thomas VaŠek ist Journalist und Buchautor in München


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