Der Enzi aus der Asche leuchtet in Candyshop-Pink

Feuilleton | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

It’s Springtime im MQ: Mit der Ausbringung des beliebtesten Fläzmöbels hat die Saison für urbanes Abhängen begonnen

Reportage: Klaus Nüchtern

Spätestens am vergangenen Montag um neun Uhr ist der Frühling auch in der Wiener Innenstadt angebrochen. Zwei Sattelschlepper haben ihn angeliefert, und einmal mehr fungiert jener bekannte Robert-Stolz-Hit als Spring-Signation, in dem es heißt: „Im Muqua blüh’n wieder die Enzis, / Es leuchtet ihr zuckriges Pink / Wenn das nicht das Beste vom Lenz is’ / Es jubeln Specht, Meise und Fink.“

Die Frühlingsgefühle, die in Wiens vermutlich bestsubventionierter Chill-out-Zone, dem Innenhof des Museumsquartiers, ihr „natürliches“ urbanes Habitat und in Wiens bekanntestem Fläzmöbel, dem Enzi, ihre prächtigste Blüte haben, breiten sich dank der neuen Signalfarbe rasend rasch aus: Im Unterschied zur Kolorierung von Veilchen, Primel & Co. wechselt die des Enzi alljährlich und wird darüber hinaus nicht von Gott, sondern per Voting festgelegt;

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