„Die Leute werden überrascht sein, wie gut ihnen diese Bands gefallen“

Feuilleton | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Das Popfest Wien holt den lokalen Musikunderground aus den Clubs ins Zentrum der Stadt. 150.000 Euro lässt das Rathaus für das viertägige Festival am Karlsplatz springen, schuld am ganzen Spektakel ist eine Enthusiasmuskolumne über die junge Wiener Musikszene, die Robert Rotifer vor einem Jahr im Falter geschrieben hat. Christoph Möderndorfer, als Teil von karlsplatz.org mitverantwortlich für die Neubelebung des Karlsplatzes, fragte Rotifer, ob er den Inhalt dieser Kolumne nicht als Festival verwirklichen wolle – und Rotifer wollte.

Falter: Welche Qualitäten prägen die aktuelle Wiener Musikszene?

Robert Rotifer: Sehr viele Leute machen hier gerade ihr eigenes Ding. Es gibt zwar allerlei Verknüpfungen untereinander, die teils ganz unterschiedlichen künstlerischen Visionen verwässern dadurch aber nicht. In London wird sehr stark von PR-Agenturen gesteuert, was in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rückt. Wien hat den Vorteil, dass die Strukturen offener sind und gewisse Phänomene

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