Abschied von Kurt

Feuilleton | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Henning Mankell hat den wirklich letzten Roman mit Kurt Wallander geschrieben. Und seinen besten

Nachruf: Thomas Askan Vierich

Kurt Wallander wurde am 20. Mai 1989 geboren. An diesem Tag fand Henning Mankell den Namen seines Erfolgskommissars im Telefonbuch von Malmö. Mankell befand sich nach einem längeren Aufenthalt in Mosambik, wo er seit den 70er-Jahren ein Theater leitete, mal wieder in Schweden. Und er war über den dort grassierenden Rassismus entsetzt. So beschloss er, darüber einen Roman zu schreiben – und über die Umbrüche, die der Zusammenbruch des Kommunismus rund um die Ostsee auslöste.

Seitdem nutzt Mankell das Genre Krimi für realistische Lagebeschreibungen einer Gesellschaft, die sich im Erosionsprozess befindet. Sein Kommissar ist ein altmodischer Typ, einer, der nie mit dem Diensthandy Privatgespräche führen würde. „Ein alter Hund, der schwer abzurichten ist“, nennt ihn Mankell. Dieser pflichtbewusste Beamte trifft auf Verbrecher, die alle herkömmlichen Moralvorstellungen

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