Der „Broadway in der Reindorfgasse“: Wie eine Bürogemeinschaft im fünfzehnten Bezirk Grätzelgeschichte(n) erlebbar machen möchte

Stadtleben | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Im Jahr 1932 schrieb die Wiener Zeitschrift Kuckuck: „Paris hat die Rue de la Paix, London die Regent-Street, Neuyork hat den Broadway, Rudolfsheim hat – die Reindorfgasse.“

Ein Aspekt der Geschichte des 15. Bezirks wäre wohl schon längst in Vergessenheit geraten, würde eine kleine Bürogemeinschaft in der Herklotzgasse nicht konsequent an seiner Erinnerung arbeiten: das einstmals jüdische Grätzelleben. „Bis heute“, sagt Michael Kofler, 43 Jahre, Regionalentwickler und einer der Initiatoren des Projekts, „treffen sich in Tel Aviv regelmäßig alte Damen zum Kaffeekränzchen, die gemeinsam den jüdischen Kindergarten in der Herklotzgasse besucht haben.“

Vor fünf Jahren zog Kofler mit der Ökonomin Judith Pühringer, 34, in ein lichtdurchflutetes und preisgünstiges Gründerzeitbüro in der Herklotzgasse 21 unweit des Gürtels. Kurz darauf bekam Pühringer zufällig die Kindheitserinnerungen einer alten Rudolfsheimerin in die Hände, worin das Viertel als ein „Zentrum


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