Fußball

Wenn der Spielerwechsel zur Demütigung wird

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Der Spielerwechsel gehört zu den heikelsten Entscheidungen, die ein Trainer zu treffen hat. Denn: Kein Fußballer mag es, wenn er ausgetauscht wird. Als Bayern-Trainer Louis Van Gaal im Champions-League-Spiel gegen Lyon unlängst den Torschützen Arjen Robben fünf Minuten vor Schluss vom Platz holte, reagierte der mit einem Wutanfall – dabei hatte der Trainer seinem Star vermutlich nur einen Sonderapplaus gönnen wollen. Schlimmer erging es Andreas Ivanschitz: Der Mainz-Trainer wechselte den Unglücksraben in der 46. Minute ein – und in der 82. wieder aus. Noch demütigender war einst der legendäre Austria-Trainer Egon Coordes vorgegangen: Er nahm den gerade erst eingewechselten Jürgen Kauz vom Platz – und das, obwohl das Austauschkontingent bereits erschöpft war und die Austria das Spiel mit zehn Mann beenden musste.


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