Blutdoper müssen bluten

Stadtleben | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Die Vergangenheit holt sie ein: Dutzende (Ex-)Sportler erhalten Dopingverfahren

Recherche: Gerd Millmann

Jetzt geht es ans Eingemachte. In dieser Woche erhalten dutzende (ehemalige) heimische Spitzensportler und Betreuer Post von der Nationalen Antidopingagentur Nada. Inhalt der Schreiben ist die Information über Dopingverfahren. Konkret wegen Eigenblutdopings beim Blutlabor Humanplasma am Wiener Alsergrund.

Und das kam so: Seit 22. November 2007 steht Humanplasma als Synonym für internationales Doping in Österreich. Damals brachten die deutsche Wochenzeitung Die Zeit und der Kurier gleichzeitig die ersten Berichte über organisiertes Eigenblutdoping in Wien.

Doping-Hotsport an der Donau

Manche hatten schon vorher etwas geahnt: „Wir haben gewusst, dass da in Wien etwas läuft, aber konnten nie etwas beweisen“, ließ Karl Schweizer etwa verlauten, der von 2003 bis 2007 für die FPÖ den Posten des Sport-Staatssekretärs bekleidete.

Das Blutdoping bei Humanplasma begann 2003 und lief bis


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