Was fährt denn da?

Kein Autokino mit dem Blauen Löwen

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Bericht: Matthias G. Bernold

Dort, wo der 22. Bezirk aufhört und Groß-Enzersdorf beginnt, zwischen Lobau und dem Kreisverkehr mit der Jet-Tankstelle und der Aida-Filiale, befindet sich das einzige Autokino Österreichs. Zur Blauen Stunde verwandelt sich das, was aussieht wie ein Parkplatz mit Reihen von kleinen Sprungschanzen, in einen Freilufttempel derer, die dem Kult des Automobils huldigen. Hier trifft sich die motorisierte Jugend aus der Vorstadt, um neue Alufelgen und Heckspoiler vorzuführen. Hierher kommen Kettenraucher, die beim Filmschauen nicht auf die Zigarette verzichten wollen, und Paare, die danach trachten, ihr Koitalverzeichnis um einen weiteren illustren Tatort zu erweitern.

Hierher gehört auch jeder professionelle Autotester. Denn ein guter Wagen – so viel ist klar – muss autokinotauglich sein: Manch funkelnde Karosse, die einen auf der Landstraße noch mit Kurvenlage und Fahrgefühl verwöhnte, versagt im Autokino, weil Armstützen fehlen, weil Mittelkonsolen zu


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