Wo Wien ganz klein ist

Stadtleben | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Das Immervoll hatte aus Statikgründen schließen müssen. Jetzt ist wieder offen

Lokalkritik: Florian Holzer

Man könnte die Theorie vertreten, dass jede Epoche so ihre Szenelokale hat, in denen sich die „Wichtigen“ die Vase geben, sich beobachten oder nicht beobachten lassen wollen oder sich beim Nichtbeobachtetwerdenwollen beobachten lassen wollen. Nur ist Wien eben erstens längst zu groß und hat viel zu viele Szenen, um da noch genaue Aussagen treffen zu können. Abgesehen davon wächst und verändert sich das gastronomische Angebot heute sehr viel schneller als in den Zeiten der Hawelka- oder Oswald&Kalb-Hochblüte.

Eine Ausnahme ist das Immervoll. Das wurde vor nicht einmal zehn Jahren von Hanno Pöschl und Sigi Immervoll übernommen, die den Architekten Hermann Czech damit beauftragten, die winzige und kitschige Weinstube Otto Obenaus zu einem in jeder Hinsicht funktionierenden Lokal zu machen. Czech tat dies – wie immer – gleichermaßen subtil wie radikal, und wenn man jemandem

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