Prost!

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Murauers „preisel&bier“

Stadtleben | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Ein Bier, das auch zu Wildschwein und Hirschragout passt

Die Murauer sind stolz auf ihre schönen Berge, die unberührte Natur – und ganz besonders auf ihr Bier, das zweifelsohne zu den besten Hopfenprodukten im Land gehört. Jetzt haben sie den ersten Preiselbeer-Radler europaweit, vielleicht sogar weltweit herausgebracht. Zumindest fällt den Herstellern keine andere Brauerei ein, die die gleiche Kombination abfüllt. „preisel&bier“ nennt sich das neue Getränk und ist durchaus gelungen.

Neu ist die Idee ja nicht, immer mehr Bierhersteller bringen ihre Radler-Variationen auf den Markt. Im Gegensatz zu manch anderen Produkten schmeckt das Preiselbeergetränk aber nicht zu süß und nicht zu sehr nach Chemie. Ein bisschen riecht man noch den Hopfen, mit einem Alkoholanteil von 2,9 Prozent eignet sich der Beerenradler aber nicht zum Komasaufen. Zudem gibt es „preisel&bier“ nur im 0,3-Liter-Flascherl. Die steirische Brauerei möchte damit dezidiert weibliches Publikum und andere Mischgetränkliebhaber ansprechen. Das Design ist ausgesprochen stylish, eines hat der Hersteller aber leider vergeigt: den Produktnamen. Statt „preisel&bier“ hätte man „Preiselbeer“ aufs Etikett schreiben können – ist doch aufgelegt!

Die Preiselbeere haben die Bierbrauer übrigens als Zutat gewählt, um einen bodenständigen Eindruck zu vermitteln: Murauer wollte eine Frucht verwenden, die auch hierzulande gedeiht. Und in der Tat passt „preisel&beer“ auch gut zu Wildgerichten und gebackenem Camembert. Mahlzeit! IB


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige