Kritik

Very British, very Sixties: Nostalgie ohne Thrill

Martin Lhotzky | Lexikon | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Glenn will mit seiner Geliebten Sheila seine vermögende Frau Maggie umbringen; die Schuld soll durch gewiefte Indizien auf deren Exfreund, den Kriminalschriftsteller Sam, geschoben werden. Doppelt gemoppelt: Glenn will sich danach auch Sheilas entledigen. Das Krimikammerspiel „Suddenly at Home“ (1971) von Francis Durbridge funktioniert nur in einer Zeit ohne Mobiltelefone. Dezent versetzen Paul Tomlinson (Regie) und Jacqueline Gunn (Ausstattung) deshalb die Bühne in die späten 1960er-Jahre. Ein britisches Ensemble macht daraus einen recht unterhaltsamen Abend; Freunde britischer Serien (etwa „Coronation Street“) werden einige vertraute Gesichter erkennen. Vom angekündigten Thrill ist aber wenig zu spüren.

Vienna’s English Theatre, täglich außer So 19.30


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