Musiktheater Kritiken

In die Romantik mit Ruzowitzkys Zeitmaschine

Lexikon | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky hat sich an eine Opernregie gewagt und mit Carl Maria von Webers „Freischütz“ keinen schlechten Einstand geliefert. Geglückt ist ihm die Idee, die Ouvertüre mit einem Stummfilm zu unterlegen, der die Vorgeschichte schlüssig erzählt. Jahre später kommt Max (Simon O‘Neill mit gut geführtem Tenor, darstellerisch eher angestrengt) in die Bredouille: Seine Agathe (Elza van den Heever, trotz tollem Timbre in der falschen Rolle) darf er nur heiraten, wenn er den Probeschuss gewinnt. Die Kugel, die sicher trifft, soll ihm Samiel (Karl Markovics, fies säuselnd) gießen. Mojca Erdmann brilliert als zuversichtliches Ännchen, Bertrand de Billy am Pult des ORF RSO Wien. IG

Theater an der Wien, Mo 19.00


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