Vernissage

Lasst tausend Bildschirme flimmern

Lexikon | Nicole Scheyerer | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Film ab!“, heißt es auf der diesjährigen Kunstmesse Viennafair. Neben dem traditionellen Schwerpunkt auf osteuropäische Galerien wird heuer dem Thema Kunst und Film besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Und weil in der Messekoje flimmernde Arbeiten meist eher untergehen, findet endlich wieder eine Begleitausstellung auf dem Messegelände statt. Die Schau „Borrowed Time“ bietet eine Auswahl von Video- und Filmkunst aus Privatsammlungen, etwa von so renommierten Kollektionen wie der Münchner Sammlung Goetz oder dem Essl Museum.

Parallel lockt unter dem Titel „curated by_art & film“ ein spannendes Projekt, das von der Förderorganisation departure organisiert und gesponsert wurde, in 20 Wiener Galerien. Dort hat je ein Künstler wieder Arbeiten anderer Künstler zur Filmthematik ausgewählt. Das sieht dann etwa so aus, dass der bekannte Filmemacher Martin Arnold in der Galerie Martin Janda die Schau „Blinzeln“ konzipiert, die wiederum Arbeiten von Runa Islam und Owen Land präsentiert. Insgesamt wird die Bandbreite groß sein und von experimentellen Kunstfilmen bis hin zu dokumentarischen Arbeiten reichen.

Zum Verhältnis von Kunst und Film finden auf der Viennafair Podiumsdiskussionen statt, zu denen Gäste wie Jessica Hausner und Shirin Neshat erwartet werden. Andere Gespräche behandeln die Vor- und Nachteile des Kunststandorts Wien oder die Frage, wie sich Künstler seit den 80er-Jahren der Aids-Problematik angenommen haben. Aber auch Live-Kunst wird bei der Viennafair geboten: Am 7. Mai startet ab 18.00 eine Performance Nite, bei der unter anderem Marlene Haring und Josef Dabernig auftreten werden.

Messe Wien und diverse Galerien, ab Do


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