Kritik

Porträt des Künstlers als junger Nerd

Lexikon | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Die Floskel, etwas „in den Ausstellungsraum zu übersetzen“, ist im Kunstjargon sehr beliebt. Die Gruppenschau „Übersetzung ist eine Form“ nimmt diese Phrase beim Wort. Recht sperrig und bewusst unlesbar präsentieren sich viele der Arbeiten. Zu Ausstellungsbeginn spuckt ein Drucker Blätter aus, die Jörg Piringers Prozessor mit viel Info gefüllt hat. Gerhard Dirmoser sammelt Begriffe aus der Welt des Ausstellungsbetriebs, die er in einem Diagramm systematisiert. Auch Schnipseljagden sind beliebt, wie bei Veronika Schuberts Collagen aus Zeitungsüberschriften oder den Sätzen, die Miriam Lausegger und Eva Beierheimer aus den Katalogen des Kunstraums gefiltert haben. Zum Ratespiel lädt Annja Krautgassers Videoprojektion „Prologue“, die Dialogfetzen aus Filmklassikern isoliert. ns

Kunstraum Niederösterreich, bis 29.5.


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