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Aus aktuellem Anlass: Andrzej Wajdas „Katyn“

Lexikon | Michael Omasta | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Kaum ein anderes einzelnes Ereignis des Zweiten Weltkrieges hatte so weitreichende historische Implikationen wie die im Frühjahr 1940 im Auftrag von Stalin in einem Wald nahe der Stadt Katyn durchgeführte Ermordung von mehr als 14.000 polnischen Kriegsgefangenen. Von der deutschen Propaganda bis 1945 gegen die Sowjetunion instrumentalisiert, galt „Katyn“ bis Ende des Kalten Kriegs im gesamten Ostblock als Tabuthema. 2007 hat sich der Regisseur Andrzej Wajda dieses polnischen Traumas erstmals in Form eines großen Spielfilms angenommen – und beschwört anhand von Einzelschicksalen die Erinnerung an die Opfer von damals. In den Hauptrollen sind Artur Zmijewski, Maja Ostaszewska, Andrzej Chyra, Danuta Stenka und Jan Englert zu sehen.

Votiv-Kino, Mi 20 (OmU)


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