Ohren auf

Sammelkritik

Lexikon | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Österreicher-Rundschau von zart bis hart

Neues von Bernhard Eder, ganz „Unexpected“ (Tron/Hoanzl). Erst vor einem Jahr war der Singer/Songwriter mit „Tales from the East Side“ aus Berlin zurückgekehrt, nun legt er eine EP mit fünf Songs vor. Das ins Ohr gehende Titelstück fährt Bläser auf, der Rest ist feiner gewoben, aber um nichts schwächer. Drei Songs sind Coverversionen – „Blurry“ (Puddle Of Mudd), „I Follow My Heart“ (Velojet) sowie, jawohl, „Thunderstruck“ (AC/DC). Allesamt gelungene Aneignungen, die man erst auf den zweiten Blick mit den Originalen in Verbindung bringt. Der Mann wird immer besser.

Ähnliches kann man von dem Wiener Elektropop-Trio Jellybeat, das nach längerer Pause mit „Don’t Let Us Be Misunderstood“ (Pate) sein fünftes Album vorlegt, nicht behaupten. Statt der Band Stagnation vorzuwerfen, ließe sich freilich positiv anmerken, dass sie ihrem Weg zwischen Britpop und Big Beat treu geblieben ist. Das neue Material klingt so sehr


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