Sein oder nicht Design sein? Das ist die Frage der Unesco

Herwig G. Höller | Steiermark | aus FALTER 17/10 vom 28.04.2010

Ein buntes Programm für den zweiten Designmonat Graz

Im Juni sollte es Graz wissen: ob die Stadt, die sich bei der Unesco um den Titel beworben hat, in Hinkunft eine „City of Design" ist oder nicht. Doch in guter Hoffnung rufen die Kreativindustrieverantwortlichen noch kurz davor den „designmonat graz" aus – nach 2009 bereits zum zweiten Mal.

Freilich, einige bewährte Formate gab es schon lange vor der Erfindung des Designschwerpunkts. Das gilt etwa für das alljährliche Frühlingstechnofestival, das in seiner zehnten Ausgabe unter dem Titel „springten" laufen wird. Auch finden sich im Programm Akzente, die auf bisweilen durchaus zu hinterfragende Initiativen verweisen – etwa den erneuten politischen Versuch einer „Rettung" der Jakoministraße.

Insgesamt finden sich aber zahlreiche Programmpunkte, die Auge, Ohr, aber auch den Gaumen erfreuen werden. Letzteres gilt insbesondere für „Foodline": Vier Workshops und die dazugehörigen Abendveranstaltungen beschäftigen sich mit den Möglichkeiten, die lokale Zutaten bieten. Den Anfang macht Rohkostaficionado Stefan hiene, es folgen die grönländische Kochbuchautorin anne-Sophie hardenberg und Franz Peier, der sich mit dem Übersetzen internationaler Rezepte ins Steirische beschäftigt, bis abschließend haya Molcho vor Ort israelisch kochen wird. Für Anfang Mai darf man sich natürlich auch auf den „Lendwirbel" freuen (s. Falter, S. 41), Ende des Monats auf das Modehighlight „Assembly". Und zwischendurch auf eine Fülle von kleineren Events, in denen man sich – wie bei der „Design Journey" – auch erklären lassen kann, wie es für Buenos Aires, Kobe und Shenzhen so ist, „City of Design" zu sein.

Eröffnung: DesignSpot Wilder Mann (Jakoministraße 3–5), Fr 19.30, www.designmonat.at


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige