Festwochen Kritik

Schnitzler auf Englisch: keine neue Erkenntnisse

Lexikon | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Eine junge Frau verwechselt eine Affäre mit der großen Liebe und begeht wahrscheinlich Selbstmord; der junge Mann wiederum, der ihr das Herz gebrochen hat, stirbt für sein Verhältnis mit einer anderen, verheirateten Frau im Duell. Die Tragikomödie „Liebelei“ (1895) ist eines von Arthur Schnitzlers besten Stücken. Festwochenintendant Luc Bondy hat es am Londoner Young Vic mit jungen Schauspielern und in einer Neufassung des schottischen Dramatikers David Harrower („Messer in Hennen“) inszeniert. „Sweet Nothings“ unterscheidet sich vom Original allerdings hauptsächlich dadurch, dass es auf Englisch geschrieben ist. Neue Akzente sind auch in Bondys an der Grenze zum Kunstgewerbe balancierende Inszenierung rar gesät. In London reichte das für einen Kritikererfolg, für Wien ist es zu wenig. wk

Museumsquartier, Halle G, Mo bis Do 20.30 (bis 15.5.)


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