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Hello Africa, tell me how you’re doing!

Lexikon | Bernhard Kern | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Aus eurozentristischer Sicht wird Afrika als ein rückständiger Kontinent mit Begriffen wie Armut, Hunger, Aids, Korruption und Misswirtschaft assoziiert. Die enorme Vielfalt an unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und Lebensformen der über eine Milliarde Menschen wird ausgeblendet und die negativ besetzten Bilder in den Nachrichten generieren und unterstreichen die Klischeevorstellungen über den sogenannten „schwarzen Kontinent“. Themen wie Kultur, Gesellschaft, Religion und Wissenschaft bleiben in der medialen Wahrnehmung meist ausgeblendet. Wie kann aus dieser postkolonialen Logik, in der Ressourcen und Landwirtschaft für euro-atlantische Zwecke ausgebeutet werden, ausgebrochen werden? Was bedeutete Entwicklung in Afrika einst und heute und welchen Sinn hat internationale Entwicklungszusammenarbeit? Wie können sich die afrikanischen Länder autonom und nachhaltig entwickeln? Im Rahmen der Ö1-Reihe „Im Zeit-Raum“ diskutiert Gastgeber Johannes Kaup zu diesen Fragen mit Afrika-Experten wie der Soziologin Beatrice Achaleke (Obfrau der Wiener Organisation AFRA, International Center for Black Women’s Perspectives und Trägerin des „Global Diversity Innovation Award“), Simon Inou (Soziologe u. Journalist, Kamerun), Ethnologin Petra Navara-Unterluggauer (Geschäftsführerin des Personalprogramms bei Horizont 3000, der größten österreichischen Entwicklungszusammenarbeitsorganisation) und Walter Schicko (Vorstand des Institut für Afrikastudien d. Uni Wien). Unter dem Titel „Jenseits in Afrika – Von postkolonialen Sackgassen zu einer nachhaltigen Entwicklung“ wird in der Gesprächsrunde dem Status quo in verschiedenen afrikanischen Regionen nachgegangen und über neue Ansätze für eine nachhaltige friedliche Entwicklung debattiert.

Radiokulturhaus, Großer Sendesaal, Fr 18.30


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