Neu im Kino

Männer ohne Nerven aus Stahl: „Iron Man 2“

Lexikon | Drehli Robnik | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Es gibt sie noch: Action-Blockbuster in good old 2-D, mit null Brunft, Rachepathos oder Echtheitsgefühl im Angebot. „Iron Man 2“ hält die Stahlprothesenrobotkämpfe kompakt, sodass man an deren Ende nicht w. o. gibt, sondern gern mehr hätte; auch Scarlett Johansson kommt als kesse Agentin mit Hennahaar ökonomisch zum (Martial Arts-)Einsatz. Vieles bleibt angenehm skizzenhaft, etwa der Plot um Vaters Vermächtnis, mit John Slattery in Retrodekor (ein Gruß der Iron an die Mad Men? Bei beiden geht‘s um Glamour und Habitusneurosen der Unternehmenswelt). Der stark besetzte Film nach einem Skript von Justin Theroux („Tropic Thunder“, 2008) macht Spaß als Superheldenschepperslapstick, Chefetagenpärchenscrewballcomedy und Satire einer zur Kulturtechnik geronnenen Hormonstörung namens Männlichkeit. In der Titelrolle ist Robert Downey jr. wieder ganz große Diva, während Sam Rockwell und Mickey Rourke als Schurken ihre Timbres – Hysterie vs. Mümmeln – aneinanderreiben.

Votiv, Mi 20 (OmU)


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