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Geführte Kino-Passagen durch „Flüchtige Räume“

Lexikon | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Raum ist im Kino nicht einfach gegeben, sondern fingiert: Schon der Eindruck räumlicher Tiefe im Bild täuscht über das Flache der Leinwand hinweg. Umgekehrt können Filme sicher geglaubte Wahrnehmungsmodi ins Wanken bringen. Vier Filmprogramme geben den Raum des Kinos als flüchtigen, veränderlichen zu denken: Konzipiert wurden diese „Passagen durchs Kino“ von vier Fellows des Initiativkollegs „Sinne – Technik – Inszenierung“ der Uni Wien. Valerie Deifel geht mit einem Experimentalfilmprogramm dem Konzept einer „molekularen Wahrnehmung“ nach, Dennis Göttel untersucht zwei radikale filmische Statements zu Leinwandfläche und Illusionsraum. Präsentationen zu „Wende“- und Undergroundfilmen der DDR sowie essayistischen Israelfilmen erweitern ins Register von Politik und Gedächtnisbildung. JS

Im Top-Kino, 7. bis 10.5.


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