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Kurz besprochen:Klatsch, Kunst, Krimi, Kraut und Rüben – sowie ein Jubilar

Lexikon | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Kulturgeschichte

Christian Schuldt: Klatsch! Vom Geschwätz im Dorf zum Gezwitscher im Netz. Insel, 180 S., € 18,60

Die Haarfarbe eines Kanzlers, die fast zum Politikum gerät. Brangelina – getrennt oder zusammen? Die People-Magazine in den klassischen Medien wachsen ebenso wie der Global Gossip in Blogs, Wikis und Twitter. Noch nie konnten so viele Menschen einander erreichen, Communitys bilden, Geschichten verbreiten – eben miteinander klatschen (österr.: tratschen).

Der Bunte-Journalist Christian Schuldt geht auf anregende und amüsante Weise dem Phänomen der Klatschkultur nach – von der geschwätzigen, Adam und Eva verführenden Schlange bis zu den neuen Medien. Er zeigt das Politainment an der Macht, in dem nur als real gilt, was auch medial präsent ist. Ohne Facebook, YouTube und die tausenden von Supportgruppen, allesamt veritable Klatsch-Applikationen, wäre Obama vielleicht nicht Präsident geworden – ein klarer Fall von organisierter „Schwarmintelligenz“, wie der


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