Tiere

Mainungsbildung

Lexikon | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Wer Maier heißt, gheat ghaut am 1. Mai

Wer do net dafür ist, muss a Müller sei

Heli Deinböck

Der Monat Mai wird gerne auch Wonnemonat genannt, was wegen des zunehmend warmen Wetters sinnvoll klingt, aber dennoch falsch ist. Im Mittelalter hieß diese Zeit „wunnimanod“, was neuhochdeutsch Weidemonat bedeutet und darauf hinweist, dass man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide treiben kann.

Aber auch andere Tiere treibt es jetzt hinaus. Maikäfer zum Beispiel, die auch für Laien zu erkennen und dank ihres Namens in ihrer Flugzeit nicht zu versäumen sind. Über diese Insekten ärgern sich Obstbaum- und Rebstockbesitzer seit vielen Jahrhunderten.

Deswegen wurde 1949 in Österreich eine sogenannte „Maikäfer-Verordnung“ erlassen, die Schulkinder in den landwirtschaftlichen Gebieten zum Sammeln der Tiere verpflichtete. Eine Erinnerung, die nur mehr ältere Generationen teilen, denn die Bekämpfungsmaßnahmen waren so erfolgreich, dass die Käfer selten wurden und man 2001 die


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