Seinesgleichen geschieht

Das Land der Krise mit der Phrase suchen. Die Griechen und wir

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Nun streiken sie, die Griechen. Die Märkte rülpsen zufrieden. Die Spekulanten reiben sich die Hände und stellen den Mantelkragen wieder auf. Die Hilfsgelder sprudeln wie die Ölquellen im Golf von Mexiko. Die Europäer lernen aus ihren Fehlern. Und wir alle werden noch lernen, was das heißt, zu sparen. Man könnte die Liste der Phrasen endlos fortsetzen, denn die griechische Krise ist noch lange nicht ausgestanden, ihr wird alles Mögliche folgen, am wenigsten, so ist zu befürchten, das Nötige, nämlich eine Regulierung der Finanzmärkte. Diesbezüglich werden wir auf die USA warten müssen, denn es gibt keine Weltregierung, nur das Weltzockertum.

Die Zocker dieser Welt bringen auf Kosten der kleinen und mittleren Leute ihre Schäfchen ins Trockene. Aber das wissen Sie längst, und Sie wissen auch, das bleibt auch noch die längste Zeit so. „Die Märkte“ bestehen übrigens aus Menschen, sogenannten Marktteilnehmern, aber solange die Kommentatoren (auch eine Art Marktteilnehmer)

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