Glosse

Don’t put them in a team: Helden sollen einsam leiden

Mannschaftsgeist

Falter & Meinung | Matthias G. Bernold | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Viele unserer liebsten Helden formieren sich irgendwann zum Team. Shrek, Esel und gestiefelter Kater zum Beispiel; oder Winnetou und Old Shatterhand; sogar Zorro und Maciste. Auch in der Politik wird mitunter die Parole „Put him in a team!“ ausgegeben. War bei Gusenbauer so, dem man eine Riege fescher Menschen zur Seite stellte. Ist jetzt bei H.-C. Strache nicht anders, der fürderhin im Kreis der „glorreichen Sieben“ wirken soll (siehe Seite 9). In der Politik wie in der Fiktion gilt jedoch: Wird der Held erst zur Kooperation gezwungen, hat er die Glanzzeit hinter sich. Hätte Batman zu Beginn seiner Laufbahn eines Bürschchens wie Robin bedurft? Hätte Strache dereinst nicht jeden Kompagnon strahlendblauen Auges obsolet gemacht? Teamgeist in der Politik ist Kapitulation vor der eigenen Schwäche: Don’t do it!


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