Junge Bosnier: „Wir sind hier eingesperrt“

Politik | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) bereitet sich in Sarajevo auf die Reisefreiheit Bosniens und Albaniens vor

Bericht: Florian Klenk/Sarajevo

Wie schnell man hier ist“, staunt Maria Fekter und blickt aus den Fenstern des Regierungsjets hinunter auf die Berge Sarajevos. Nach nur 50 Minuten Flugzeit sind die Ausläufer der Stadt zu sehen. In der pulsierenden, muslimisch geprägten Altstadt hängt die Schickeria in Straßencafés ab. Der Krieg, der 1995 endete, hat den jungen Menschen vier Jahre ihrer Kindheit gestohlen, aber nicht ihre Lebensgier.

Für Fekter ist es von Wien aus nur ein kleiner Trip ins bosnische Parlament, in dem sie vergangene Woche im Namen Österreichs die Innenminister der Westbalkan-Staaten zu einem „interkulturellen Dialog“ empfing. Mit Wissenschaftlern, Priestern, Muftis und NGOs diskutierten einst verfeindete Politiker über Kultur, Euroislam, die Chancen und Gefahren von religiösen und nationalen Traditionen, Frauenrechte und die Sicherheit in Europa.

Das –


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