Immer wieder: „Die Suppe ist zu dünn!“

Politik | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Fall Israilov: Die Staatsanwaltschaft will die Mordanzeige gegen den tschetschenischen Präsidenten schon bald ablegen

Bericht: Florian Klenk

Mitte März sandte der Wiener Verfassungsschutz einen Abschlussbericht im Mordfall Umar Israilov an die Staatsanwaltschaft Wien. Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrov, 33, sei der „Bestimmungstäter“ eines Politmordes in Wien gewesen (siehe Falter 17/10). Israilov, 27, Ex-Rebell, habe in Floridsdorf im Frühjahr 2009 durch zwei Kugeln sterben müssen, weil er den tschetschenischen Präsidenten vor internationalen Gerichten der Folter überführen wollte. Israilov, in Österreich als Flüchtling anerkannt, war ein Kronzeuge, denn kurzfristig arbeitete er selbst in Kadyrovs Leibgarde. Kadyrov habe daher Schergen beauftragt, den geschwätzigen Israilov von Wien nach Tschetschenien zu verschleppen – oder ihn notfalls zu töten. Der Präsident habe den „Tatbestand des Mordes erfüllt“, so Wiens Verfassungsschutz.

Zumindest ein symbolischer


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