„Eine wirkliche Schweinerei!“

Politik | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Während Karl-Heinz Grasser Kritiker attackiert, gerät seine Ex-Partei unter Schmiergeldverdacht: die FPÖ

Bericht: Stefan Apfl, Florian Klenk

Da sitzt Karl-Heinz Grasser, flankiert von seinen beiden Anwälten, lächelnd in der Skybar über der verregneten Wiener Innenstadt und spricht von einer „wirklichen Schweinerei“.

Doch der Ex-Finanzminister meint an diesem Montagmorgen nicht die Machenschaften von Walter Meischberger und Peter Hochegger. Er spricht nicht davon, wie seine engen Freunde und ehemaligen Geschäftspartner beim Verkauf der Bundeswohnungen im Jahr 2004 knapp zehn Millionen Euro Provision kassiert haben. Er wundert sich nicht darüber, wie sein Trauzeuge Meischberger, so erzählte es zumindest Hochegger der Staatsanwaltschaft, an die entscheidende Info gelangen konnte, dass das Immofinanz-Konsortium über 960 Millionen Euro bieten sollte.

Nein, mit der „Schweinerei“ meint Grasser die „inszenierte Kampagne“ gegen ihn, die „Verfolgung meiner Person“. Er meint


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