Ene mene muh und raus bist du

Politik | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Häupls Wahlkampfversprechen, den Kindergarten für alle gratis zu machen, wird brüchig

Bericht: Barbara Tóth

Virtuell funktioniert nach wie vor alles bestens. Wer sein Kind auf der Homepage der Stadt Wien für einen Kinderkrippenplatz im Herbst anmelden will, trägt Name, Adresse und Versicherungsnummer ein, sucht sich zwei Wunschbezirke aus und erhält am Ende die Nachricht, dass weitere Informationen folgen. Die Realität sieht anders aus. Wer jetzt erst zu suchen beginnt, ist so gut wie chancenlos.

Etwas über ein Jahr ist es her, dass Wiens Bürgermeister Michael Häupl mit seiner Ankündigung, den Kindergarten in Wien für alle Altersgruppen gratis anzubieten, den Wahlkampf für die Wienwahl im Oktober eröffnete. Die Betreuung des Nachwuchses kostete Besserverdienende davor bis zu 280 Euro monatlich. In den Augen der SPÖ war es der perfekte Wahlkampfschlager für den „Mittelstand“, wie Häupl selber sagte. Doch die Wiener SPÖ hat die von ihr selbst ausgelöste Dynamik im Elementarbildungsbereich


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