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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Beinahe wäre er übersehen worden, so unauffällig war der Hinweis darauf, dass das, was Spiegel-Redakteur und Buchautor Jan Fleischhauer in der Presse schreibt, eigentlich ein Inserat der steirischen Volkspartei ist, die Fleischhauer einlädt, über „Links, Mitte, Rechts“ zu diskutieren. Dabei würde das Linke-Bashing auch so gut zur Presse passen. Hat Fleischhauer in seinem Buch „Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde“ schon 2009 erklärt, welche Spaßbremsen Linke sein sollen, findet der Spiegel-Mann in der Presse neue Argumente gegen links: „Unter den Ingenieuren und Betriebswirten trifft man wiederum kaum Linke, vermutlich ein Grund, warum Autos zu den Dingen gehören, bei denen wir in Europa immer noch die Nase vorne haben.“ Vielleicht sollte Fleischhauer weniger über Linke nachdenken und häufiger sein eigenes Blatt lesen. Dort stand schon 2006 „Autoindustrie: China übertrumpft deutsche Hersteller“. Und die tragen sogar noch Hammer und Sichel vor sich her.


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