Aus dem Techno-Club an den Familienstrand

Feuilleton | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Der von Helene Hegemann plagiierte Blogger und Exzess-Raver Airen legt ein neues Absturzbuch vor

Feature: Sebastian Fasthuber

Er selbst war so ziemlich der Letzte, der von der Sache Wind bekam. „Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal ein Telefon“, erinnert sich Airen. Als der Autor und Neo-Vater nach einiger Zeit babybedingter Netzabstinenz wieder einmal in seinen Posteingang schaute, war dieser voll mit aufgeregten E-Mails von seinem Verleger und Anfragen von Journalisten.

Der Grund für die Aufregung sollte die Feuilletons über Wochen beschäftigen: Die Jungautorin Helene Hegemann hatte sich für ihren erfolgreichen Debütroman „Axolotl Roadkill“ Passagen aus Airens Buch „Strobo“ ausgeliehen, diese zum Teil leicht verändert, auf die Quellenangabe aber grundsätzlich verzichtet. Dem Sound Airens verdankt Hegemann einiges, durch die wortwörtliche Übernahme von skurrilen Wortschöpfungen wie „hyperreale Vaselintitten“ wurde freilich offenkundig, dass sie sich nicht


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