Der Spaß am Tabu and a Man Called Su

Feuilleton | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Der Wiener Wolfgang Suschitzky stand hinter der Kamera als Joyce’ „Ulysses“ zum ersten Mal verfilmt wurde

Würdigung: Karl Wagner

Es ist inzwischen rechtens verpönt, bei Texten von filmischer Schreibweise zu sprechen, und doch war es einmal gang und gäbe, um nicht zu sagen schick. Kaum ein anderer Roman der Moderne wurde so oft auf diese Weise charakterisiert wie der 1922 in Paris erschienene Roman „Ulysses“ des Iren James Joyce, geschrieben in den düsteren Jahren 1914 bis 1921, in Triest, Zürich und Paris, also „far away from home“.

Das „Filmische“ war vielleicht auch ein Grund, warum dieser Roman so selten verfilmt worden ist. Unter einer bis heute auf Medienkonkurrenz fixierten Perspektive scheint gerade bei „Ulysses“ für den Film, also das „neue“ Medium, nichts zu gewinnen zu sein, ohne dass dem „alten“ Medium, der Literatur, damit wirklich geholfen wäre.

Vielen galt der „Ulysses“ als unverfilmbar. Das schloss ein Interesse der Filmfirmen an den Rechten

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