Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

... dass die Wiener den Osten entdecken. Laut ÖBB boomen Zugfahrten nach Bratislava – im ersten Quartal 2010 wurde ein Viertel mehr Tickets verkauft als zur gleichen Zeit 2009. Dazu kommt der Twin City Liner, der trotz rund 30 Euro Fahrpreis meist ausgebucht ist und derzeit mit neuem Boot und neuer Anlegestation aufrüstet.

… dass die Grünen den Süden erschließen. Wie es sich für eine anständige Oppositionspartei – siehe ÖVP – gehört, haben nun auch sie eine eigene Buslinie eröffnet. Sie verbindet an Wochenenden Reumannplatz mit Böhmischem Prater und soll damit auf die mangelnde Öffi-Erschließung des kleinen Praters hinweisen.

… dass die Bahn die Lobau vergisst. Laut ÖBB soll die S80-Station Lobau wegen geringer Frequenz im Herbst geschlossen werden, sobald die U2 Aspern anfährt. Dagegen haben sich nun Bürger formiert. Sie führen lange Wege ins Treffen; zudem würden Ausflügler im Sommer per Schnellbahn Lobau und Donauinsel erreichen.

... dass der Prater älter wird. „Wien um 1900“ lautet das Motto, das die Stadtregierung seit Jahren ebenso beharrlich wie erfolglos dem Prater verpassen will. Nun wurde am (übervollen) 1. Mai der – nach dem skandalgebeutelten Pratervorplatz – zweite Schritt der Retrowelle eröffnet: Am „Schweizerhausplatz“ wurde das mit 117 Metern höchste Kettenkarussell der Welt mit ein bisschen pseudohistorisierender Deko behübscht.

... dass Schanigärten länger offen halten sollen. Das fordert laut dem Linzer market-Institut die Mehrheit der Österreicher. Sie votiert für 23 Uhr und schließt sich damit einer langjährigen Forderung der Tourismuswirtschaft an. Bisher liegt die Schani-Sperrstund zwischen 21 und 23 Uhr.


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