Fußball

Mourinho mischt Beton, und Krankl dreht durch

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 18/10 vom 05.05.2010

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Das umstrittenste Fußballereignis der vergangenen Woche war das Ausscheiden des FC Barcelona gegen Inter im Semifinale der Champions League. Nach einem 3:1 in Mailand ermauerten die Italiener im Rückspiel gegen drückend überlegene Katalanen (80 Prozent Ballbesitz!) ein 0:1, und seither scheiden sich die Geister. Die einen bewundern eine taktische Meisterleistung des Trainer-Ungustls José Mourinho, die anderen befürchten die Renaissance des gefürchteten Catenaccio; jener Betontaktik, mit der italienische Mannschaften in den 70er- und 80er-Jahren erfolgreich den Fußball verweigerten. Beide haben irgendwie Recht. Sicher Unrecht hingegen hat Hans Krankl, der in einem auch sonst ganz witzigen Kurier-Interview allen Ernstes behauptete, Mourinho sei „nicht besser oder schlechter als der Krankl oder der Prohaska“. Im Schmähführen vielleicht.


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