Musiktheater Kritik

Liebe, Blumen und die Göttin der Morgenröte

Lexikon | Isabella Grossmann | aus FALTER 19/10 vom 12.05.2010

Tomaso Albinonis Adagio mag noch recht populär sein, als Opernkomponist aber ist der Bachzeitgenosse kaum bekannt. René Clemencic, Doyen der Alten Musik, hat nun mit „Il Nascimento dell’ Aurora“ einen barocken Schatz auf die Bühne gebracht. Fünf Götter und Nymphen bereiten sich auf den Geburtstag der Aurora vor und preisen die Liebe in Form eines Blumenspieles. Die Handlung sollte vor allem der Hoffnung auf einen Habsburger Thronerben Ausdruck geben. Doch wie das von Albinoni musikalisch erzählt wird, ist so temporeich wie spritzig (Apollos Arie nur begleitet von Theorbe und Cello), so lyrisch wie atemberaubend (Dafnes Verwandlung in einen Lorbeerbaum). Und auch szenisch wunderschön umgesetzt von Kristine Tornquist.

Kammeroper, Di, Do 19.30 (bis 12.6.)


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