Seinesgleichen geschieht

Euro-Rettung: Ende der Spekulation, Wiederkehr der Politik?

Der Kommentar des Chefredakteurs

Armin Thurnher | aus FALTER 19/10 vom 12.05.2010

Nun muss sich alles, alles wenden. Die EU hat sich ermannt, alle überrascht und ein riesiges, gigantisches, megalomanes, ja pantagruelisches Hilfspaket geschnürt. Es war wie eine Kinderüberraschung, eine Wundertüte, ein riesiger Heuriger. Dass sich nebenbei unter der Hand ein paar kleinere politische Umorientierungen ergaben, sprich Wahlen stattfanden, bei denen die Position zweier bedeutender europäischer Spieler neu festgelegt wurde, ging daneben unter. Gordon Brown weg, Angela Merkel geschwächt, egal. Hauptsache, die Kurse gingen nach oben.

Die Märkte waren begeistert. Wer immer „die Märkte“ sind. Es sind natürlich die Spekulanten, ob Einzelpersonen oder Institutionen. Es ist das pyramdenspielartig sich immer neu einsetzende Geld, es sind die Banken, die ihre Profite längst nicht mehr mit „gewöhnlichen“ Krediten erzielen. Wer auf weiter fallende Kurse gesetzt hatte, konnte sich verkühlen, wer griechische Staatsanleihen hatte, konnte sich freuen. Am allerzufriedensten


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