Kolumne

Das Ende von New Labour: Was bleibt vom Dritten Weg?

Wahlen in Großbritannien

Raimund Löw | aus FALTER 19/10 vom 12.05.2010

Die Niederlage der britischen Labour Party und der angekündigte Rücktritt Gordon Browns beenden eine Ära. Unter dem Markennamen New Labour hatten Tony Blair und Brown vor eineinhalb Jahrzehnten die zerstrittene Partei umgemodelt, geeint und zum Erfolg geführt. Das ist lange her, aber nach der mit dem Namen Margaret Thatchers verbundenen konservativen Hegemonie schien die progressive Wende in Großbritannien zu zeigen, wie sich sozialdemokratische Parteien erfolgreich neuerfinden können. Die Abkehr vom traditionellen Etatismus, die Erweiterung der klassischen Arbeiterbasis um soziale Aufsteiger und eine globalisierungsfreundliche Grundhaltung waren die Eckpunkte des wirtschaftsnahen „Dritten Weges“, mit dem Tony Blair wiederholt an den Urnen siegte.

Was bleibt nach 13 Jahren, in denen New Labour an der Macht war? Großbritannien wurde zweifelsohne modernisiert. Im Gegensatz zur eigenen Ideologie vom schlanken Staat brachten zusätzliche öffentliche Gelder im Gesundheitsdienst und


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