Nachgetragen

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 19/10 vom 12.05.2010

Herr Haas, sind die Zugangsbeschränkungen nur ein stupider Test?

Ingrid Brodnig

Ab Herbst gibt es Zugangsbeschränkungen für das Publizistikstudium. So will es die Wissenschaftsministerin. So will es – angesichts der überfüllten Hörsäle und der schlechten Betreuungssituation – auch Hannes Haas, Vorstand des Wiener Publizistikinstituts. „Unter diesen Umständen kann ich mir nichts anderes vorstellen“, meint er. Im letzten Wintersemester schrieben sich an seinem Institut 1641 Studenten ein. Künftig dürfen es nur noch 1123 sein. Wer Publizistik studieren will, muss zuerst einen schriftlichen Test bestehen.

Institutsvorstand Haas ist von dieser Auswahlmethode nicht angetan. Er würde ein Auswahlsemester vorziehen, bei dem nicht eine einzelne Prüfung, sondern die Noten mehrerer Fächer entscheiden. „Auf diese Weise kann man auch die Fähigkeit zur Reflexion und eigenständigen Recherche überprüfen“, sagt Haas. Dass die Studierenden mittels einmaliger Tests ausgesiebt werden,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige