Nehmt den rechten Idioten die Comics weg!

Feuilleton | aus FALTER 19/10 vom 12.05.2010

Beim 24-Stunden-Comic wird nicht nur gegen Müdigkeit, sondern auch gegen populistische Hetze angekämpft

Reportage: Ingrid Brodnig

Die Regeln sind beinhart. Den Teilnehmern bleiben 24 Stunden, um 24 Comicseiten zu zeichnen. Wer das in annehmbarer Qualität schaffen will, darf nicht trödeln, keine Pause machen oder gar schlafen. Denn beim 24-Stunden-Comic wird durchgezeichnet. Seit den 90er-Jahren gibt es dieses Format, es wurde vom amerikanischen Künstler Scott McCloud entwickelt.

Auch in Wien treffen sich durchgeknallte Comicfans, um einen ganzen Tag und eine ganze Nacht jeder für sich an einer Bildgeschichte zu arbeiten. Nach 2007 und 2008 fand in Wien die dritte derartige Veranstaltung statt, diesmal mit dem Motto: „24-Stunden-Comics gegen Rechts“.

Seit einem Jahr gibt es eine gleichnamige Onlineplattform in Österreich. „Wir wollen nicht, dass das Medium Comic mit rechten Idioten assoziiert wird“, erklärt Michael Wittmann, Illustrator, der Zeichenkurse gibt und auch am 24-Stunden-Comic


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