Klartext, Beat und Tee statt Drogen

Feuilleton | aus FALTER 19/10 vom 12.05.2010

Als Übersetzer von Bukowski und Burroughs war Carl Weissner ein Pionier. Als Autor schreibt er nun erstmals auf Deutsch

Porträt: Sebastian Fasthuber

Green Hills Memorial Park sieht nicht aus wie ein Friedhof und heißt deshalb auch nicht so. Es gibt keine Grabsteine, weil sie den Autofahrer unten auf der Western Avenue nur unnötig ablenken würden. Statt dessen gibt es genormte Grabplatten, neunzig breit, vierzig hoch, die in die Grasnarbe eingelassen sind.“

Tot ist man trotzdem. Willkommen in Kalifornien. Am 14. März 1994 wurde Charles Bukowski in San Pedro zu Grabe getragen. Dass drei buddhistische Mönche in die Zeremonie eingebunden waren, wollte nicht so recht zum Image des harten Hundes passen, das der Autor stets sorgfältig gepflegt hatte.

Die sechs Sargträger waren da schon glaubhaftere Repräsentanten des way of life, den der dirty old man der US-Literatur gepflogen hatte; es waren: Verleger John Martin, der Bukowski 1970 als 50-Jährigen aus dem Postdienst geholt hatte und


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