„Ich bin nicht allein am Minoritenplatz“

Feuilleton | aus FALTER 19/10 vom 12.05.2010

Claudia Schmied über die Reform der Museen, die Verantwortung des Staates und das Risiko in der Politik

Interview: Matthias Dusini

Als der vormalige Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) Claudia Schmied Anfang 2007 in sein Kabinett holte, war die Bankmanagerin im Kulturleben unbekannt. Bald darauf startete sie eine „museumspolitische Initiative“, die die Aufgaben der Bundesmuseen definieren sollte. Die Betriebswirtin gilt als diplomatische Technikerin, die klare, politische Aussagen scheut. Nun gab sie dem Falter eines ihrer seltenen Interviews.

Falter: Das Mumok und die Albertina werden derzeit mit Beständen des Daimler-Konzerns bespielt. Hat man sich so die Zukunft der Bundesmuseen vorzustellen?

Claudia Schmied: Diese Frage zielt ins Herz der Kulturpolitik. Ich möchte aber vorweg drei Dinge klarstellen. Erstens: Es gibt eine klare Verantwortung der öffentlichen Hand gegenüber Kunst und Kultur, insbesondere im Bereich der Förderung. Der zweite, mir wichtige Bereich hat den Slogan:


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